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SACKPFEIFEN

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INFOLETTER 06_2007

Die Sackpfeifen spielen eine nicht unbedeutende Rolle in der Planung der Frixtour2007. Ein Anstoss zu diesem Reiseziel war nämlich unter anderem die Dudelsack-Einlage beim Konzert der Big Band Weiz im Jahr 2006. Auch wenns nicht jedermanns BigBand Sound war haben die Klänge etwas ausgelöst. Den Drang nach einer Tour gen Nordwesten.

Damit die Dudelsäcke nicht so alleine sind werden wir die Schotten im Laufe des Jahres 2007 für eine Dauer von rund 12 Tagen um mindestens 3 Pfeifen und eine "Pfeifin" verstärken.

Aber nun zurück zum Instrument. Der Töne erzeugende Sack ist ein selbstklingendes Unterbrechungs Aerophon mit einer Luftzufuhr aus einer Windkapsel. Ein echter Wahnsinn, nicht wahr ? :-)

Und wo kommt diese Sackpfeife nun her ? Eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Deshalb würde ich damit beginnen was im Mittelalter so los war, denn die Aufzeichnungen von früherer Zeit sind etwas dürftig und lösen sich so um 1000 n.Chr. auf. Im Mittelalter verbreitete sich die Bordunmusik in ganz Europa und auch in Teilen Asiens. Später im 18. Jahrhundert wurde die Sackpfeife ein wichtiger Bestandteil der höfischen Musik in Frankreich.


In Schottland hat die Sackpfeife auch eine besondere Tradition als Instrument am Hof. Nach der Schlacht bei Culloden wurde die schottische Tradition großteils untersagt. Die Sackpfeife lebte aber als Militärinstrument weiter und wird oft als schottisches Nationalinstrument bezeichnet.

Was wir weniger mitbekommen, ist, daß das Instrument auch in Südosteuropa und Süditalien verbreitet gespielt wird. Wir bringen es typischerweise nur mit Schottland und in Ausnahmefällen mit Militärkapellen aus Kanada in Verbindung.

In Nordwestspanien sind in den lokalen Musikschulen mit Sackpfeifenunterricht, zehntausende Sackpfeifenschüler registriert. In Deutschland gewinnt die Sackpfeife durch zahlreiche mittelalterliche Feste und Märkte wieder an Bedeutung (auch auf der Burg Kapfenberg gibt es in diesem Zusammenhang immer wieder Spieler zu bewundern) und wir werden auf unserer Reise schon jemanden finden, der uns das Probespiel, das Entlocken der Töne aus dem Sack, üben läßt.


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