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I N F O L E T T E R | GO_SCOTLAND |
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WHISKY




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INFOLETTER 04_2007
Einen Scotch sollten wir uns eines abends bei dieser Ausfahrt auf jeden Fall genehmigen. Warum das so ist sei kurz erklärt:
In einiger Literatur kann man lesen, daß der Whisky für die Schotten wie der Champagner für die Franzosen ist, und weiters, daß ein
Ausflug nach Schottland ohne den Genuß dieses herzerwärmenden Destillats nicht vollständig wäre.
Für diesen Genuß, oder auch den Besuch einer Destillerie gibt es dazu vielfache Möglichkeiten. Und eines sollte man noch wissen, nämlich,
daß es keinen besten Whisky gibt. Denn jeder hat eine eigene Ausrichtung sagen die Einheimischen. So soll der eine eher vor dem schlafengehen (das
ist der für uns) und andere als Aperitiv getrunken werden.
Was die Suche anbelangt, so befinden sich in der Region Speyside, und das ist keine wirklich große Region, fast die Hälfte aller schottischen
Whisky-Destillerien. In dieser Region finden sich Namen wie Glenlivet, Glenfiddich, Macallan, Glenlossie, Linkwood, Glen Moray und viele andere.
Im restlichen Schottland gibt es gut verteilt, aber wiederum zu einem großen Teil in den Highlands, weitere Destillerien die mit Namen wie Talisker,
Glenmorangie oder The Edradour aufwarten.
Na, und wie wird dieser Gerstensaft gemacht ? Am besten schaun wir uns das in natura an, aber kurz zusammengefasst sieht es so aus: Gerste, Hefe, und reinstes
dampfendes Highlandwasser sind traditionell die Zudaten für das gälische "Wasser des Lebens". Die Gerste wird zuerst vermalzt (Produktion
von gährungsfähigem Zucker) und dann, nach rund 12 Tagen malzen, über speziellem Feuer getrocknet.
Das gibt durch den Rauch auch noch einen speziellen Geschmack. Danach wird die Maische mit heißem Wasser hergestellt und stundenlang gerührt.
Dabei hilft die Hefe den zuvor gewonnenen Zucker in Alkohol umzuwandeln und es entsteht eine klare Flüssigkeit (the wash). Dieser "wash"
wird dann 2 mal gebrannt und danach gehts zur richtigen Whisky-Produktion, die durch jahrelange Lagerung in Eichenfässern dem Getränk die besondere
Prägung verleiht. 10 bis 15 Jahre sollte ein "Premium-Whisky" lagern. Besondere Tröpferl werden bis zu 50 Jahren gelagert, aber die
werden wohl nicht für unsere Brieftaschen geeignet sein.
Ich gehe davon aus, daß jeder von uns sein richtiges Tröpferl finden wird. Und auf dem Weg dazu kann man eigentlich nichts falsch machen, außer
einen Jack Daniels zu ordern.
Und dann gibts ja noch ganz spezielle Dinge in dieser Klasse, wie zum Beispiel den Drambuie (Whisky Likör) der sicherlich an mir nicht vorbeikommen
wird.
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